05-01-2026.00:16
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05-01-2026.00:18 von spendormania.)
Hallo zusammen,
grundsätzlich sollten bei den Thema "Beryllium" zwei Dinge unterschieden werden.
1. die konkrete Verarbeitung, bei der hochgefährliche Stäube und Dämpfe auftreten können und
2. die Verwendung als beim Hersteller bereits verarbeitetes Produkt wie z. B. als Membran in einem Hochtöner.
Jetzt zitiere ich mal aus dem Netz und von der Seite des freiwilligen Aktionsprogramms zur Verhinderung von Krebserkrankungen, die am Arbeitsplatz entstehen. Unterstützt wird dieses Programm durch Mitgliedsländer der EU:
Wir reden zwar in erster Linie über konkrete Gefahren für Beschäftigte, aber die Verarbeitung bzw. das Löten von Bananensteckern mit Kupfer/Berylliumlegierung sollte man also tatsächlich lieber sein lassen.
Wie sieht es aber bei der Verwendung von Hochtönern mit Beryllium-Membranen aus?
Schauen wir uns dazu auf chemie.de die Eigenschaften von Beryllium an.
Im Klartest bedeutet das: Im Wohnzimmer passiert gar nichts, solange wir die Membran nicht mechanisch bearbeiten oder mit Salzsäure beträufeln. Im Gegensatz zu Magnesium (siehe die zerbröselnden Seas Excel-Membranen) kann auch extrem hohe Luftfeuchtigkeit dem Material nichts anhaben.
Wenn wir beginnen, am Hochtöner herum zu schweißen oder das Haus brennt, wird es allerdings kritisch. Auch wenn sich bei Letzterem die Frage stellt, ob wenige Gramm schwere Hochtönermembrane beim Abbrennen eines modernen Hauses den Kohl fett machen.
Daher sollte man hier die Kirche im Dorf lassen, allerdings bei entsprechenden Produkten nach dem Motto "Wenn schon, denn schon" handeln. Also nicht die Billig-BE-Kalotte von Ali kaufen, sondern das Original von Scan Speak - denn da wurde es mit Sicherheit unter allen Sicherheitsvorschriften behandelt. Und nichts kaufen, was mechanisch problemlos bearbeitet werden kann, weil es nicht durch ein Gitter geschützt ist.
Was das letzte Prozent Klang angeht, muss halt jeder seine Entscheidung selbst treffen. Ich kann allerdings nach intensivem Hören der Scan Speak Kalotte aus der Nada sehr gut nachvollziehen, warum man zu diesem Hochtöner greift.
Viele Grüße
Ludger
grundsätzlich sollten bei den Thema "Beryllium" zwei Dinge unterschieden werden.
1. die konkrete Verarbeitung, bei der hochgefährliche Stäube und Dämpfe auftreten können und
2. die Verwendung als beim Hersteller bereits verarbeitetes Produkt wie z. B. als Membran in einem Hochtöner.
Jetzt zitiere ich mal aus dem Netz und von der Seite des freiwilligen Aktionsprogramms zur Verhinderung von Krebserkrankungen, die am Arbeitsplatz entstehen. Unterstützt wird dieses Programm durch Mitgliedsländer der EU:
Zitat:Beryllium kann eine Sensibilisierung der Haut und die chronische Berylliumkrankheit verursachen. Der Mensch ist Beryllium und seinen Verbindungen in erster Linie durch das Einatmen von Stäuben und Dämpfen und durch Hautkontakt mit berylliumhaltigen Produkten ausgesetzt…
Prozesse mit der vermutlich höchsten Exposition sind Schmelzen, Gießen und Heißarbeiten sowie das mechanische Schleifen von Berylliumlegierungen. Berufe mit einem hohen Risiko einer Berylliumexposition sind Hersteller und Verarbeiter von Berylliumlegierungen, Keramiker, Raketentechniker, Beschäftigte in Kernreaktoren sowie Arbeiter in elektrischen, elektronischen und optischen Anlagen. Risiken bestehen auch beim Gießen von Nichteisenmetallen und bei der Verarbeitung von Primärkupfer, und bei der Aluminiumherstellung kann die Exposition durch den Berylliumgehalt des Bauxits verursacht werden. Die berufliche Exposition kann auch zu einer häuslichen Berylliumexposition an der Arbeitskleidung führen, obwohl in einigen Ländern die Mitnahme von Kleidung nach Hause verboten ist.
Wir reden zwar in erster Linie über konkrete Gefahren für Beschäftigte, aber die Verarbeitung bzw. das Löten von Bananensteckern mit Kupfer/Berylliumlegierung sollte man also tatsächlich lieber sein lassen.
Wie sieht es aber bei der Verwendung von Hochtönern mit Beryllium-Membranen aus?
Schauen wir uns dazu auf chemie.de die Eigenschaften von Beryllium an.
Zitat: Bei Raumtemperatur ist Beryllium an trockener Luft beständig, es bildet sich eine passivierende Oxidhaut, die auch dem Angriff kalter konzentrierter Salpetersäure widersteht. In Salzsäure wird es jedoch schnell angegriffen. An feuchter Luft überzieht es sich mit einer Schicht aus Hydroxid, die sich auch beim Kontakt mit Wasser ausbildet. Bei höheren Temperaturen ist die Korrosionsbeständigkeit in Wasser abhängig von den Verunreinigungen des Metalls sowie des Korrosionsmediums, zusätzlich besteht die Gefahr der Lochfraßkorrosion. Alkalilaugen greifen Beryllium unter Bildung von Beryllaten an. In heißen Gasen wie Luft, Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoffdioxid tritt merkliche Korrosion erst oberhalb von 600 °C ein.
Im Klartest bedeutet das: Im Wohnzimmer passiert gar nichts, solange wir die Membran nicht mechanisch bearbeiten oder mit Salzsäure beträufeln. Im Gegensatz zu Magnesium (siehe die zerbröselnden Seas Excel-Membranen) kann auch extrem hohe Luftfeuchtigkeit dem Material nichts anhaben.
Wenn wir beginnen, am Hochtöner herum zu schweißen oder das Haus brennt, wird es allerdings kritisch. Auch wenn sich bei Letzterem die Frage stellt, ob wenige Gramm schwere Hochtönermembrane beim Abbrennen eines modernen Hauses den Kohl fett machen.
Daher sollte man hier die Kirche im Dorf lassen, allerdings bei entsprechenden Produkten nach dem Motto "Wenn schon, denn schon" handeln. Also nicht die Billig-BE-Kalotte von Ali kaufen, sondern das Original von Scan Speak - denn da wurde es mit Sicherheit unter allen Sicherheitsvorschriften behandelt. Und nichts kaufen, was mechanisch problemlos bearbeitet werden kann, weil es nicht durch ein Gitter geschützt ist.
Was das letzte Prozent Klang angeht, muss halt jeder seine Entscheidung selbst treffen. Ich kann allerdings nach intensivem Hören der Scan Speak Kalotte aus der Nada sehr gut nachvollziehen, warum man zu diesem Hochtöner greift.
Viele Grüße
Ludger
Wir haben eine gemeinsame Leidenschaft: Musik und Hifi.
Was spricht dagegen, genauso leidenschaftlich nett miteinander umzugehen?
Was spricht dagegen, genauso leidenschaftlich nett miteinander umzugehen?

